Top 80

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    • Hallo zusammen,
      mein Top 80 hat seit geraumer Zeit eine Macke:
      Er kommt, wenn man schlagartig Gas gibt, nicht auf Touren. Der Motor rotzt und stotter, läuft auf halber Drehzahl, dreht ganz kurz hoch, fällt dann wieder in der Drehzahl ab, zieht einfach nicht durch........
      Folgendes habe ich schon gemacht:
      Dichtung zwischen Vergaser und Block erneuert, Kopf und Fußdichtug erneuert, Kraftstoffsiebe und Zufuhr kontrolliert, neue Kerze, neuer Stecker.
      Wer hat ähnliche Erfahrung und kann mir einen Tip geben.
      Der Motor hat diese Macke nicht immer, machmal läuft er wie ein Uhrwerk, dann wieder spuckt er rum.
      Schon mal danke.
      Klaus-Peter
    • Ich hab zwar keinen TOP 80 aber vielleicht kannst du uns noch ein paar Infos geben z.b.

      - Alter?
      - wann war der letzte Service?
      - Wieviele Stunden hat er seit dem Service runter?

      - Wurde der Vergaser ultraschall gereinigt?
      - Lange standzeit evtl. mit Sprit im Vergaser
      - geknickter Benzinschlauch (es muss nicht seindas er jetzt geknickt aussieht, es reicht wenn er im Betrieb durch irgendeine blöde Ursache geknickt wird. Also mal schauen ob er an einer Stelle zum knicken neigt)
      - Tankentlüftung geprüft?
      - Kraftstofffilter richtig herum eingebaut?
      - eventuell auf Falschluft geprüft? (hab ich selber nicht gemacht aber man meinte mal zu mir: man sprüht an die Dichtungen mit einem leicht entzündlichen Material, sollte der Motor schlagartig hochdrehen, zieht er falschluft)

      sind nur ein paar Ideen die mir durch den Kopf schießen, wahrscheinlich auch etwas durcheinander, sorry
    • O.k. danke.
      Service habe ich bei der Flugschule versucht, in der ich das Teil gekauft habe. Na ja, keine Ahnung, davon reichlich. Wenn ich das Teil absolut nicht zum laufen bekomme, bringe ich ihn zu Fresh Breeze, die haben eine eigene Werkstatt, und Ahnung. Wenigstens hört es sich am Telefon so an, der Techniker kennt jedes Schräubchen.
      Dumm ist nur, dass das Teil nicht immer die Macken hat. Es kommt dann leider zu dem berühmten "Vorführeffekt".
      Der Motor hat insgesamt vielleicht 30 Betriebsstunden, das ist in meinen Augen so gut wie nichts.
      Der Vergaser wurde nicht Ultraschall gereinigt. Kann ich gerne versuchen, ist ein guter Tip. Allerdings frage ich mich, wenn es Schmutz im Vergaser ist, warum ist die Störung mal da, und mal nicht. Vor allem, wenn er einmal richtig durchgelaufen ist, dann funktioniert er für den Rest des Tages.
      Benzinschlauch kann ich mir nicht vorstellen, habe ich alles optisch kontrolliert, werde aber noch mal nachschauen.
      Tankenlüftung? Hm, wenn ja, dann müsste es auch immer, und nicht nur ab und an sein. Werde aber genau nachschauen.
      Mit der Falschluft hatte ich auch den Verdacht, deswegen die Dichtung zwischen Vergaser und Motorblock. Der Vergaser und der Motorblock korrespondieren über eine kleine Öffnung, wenn dort der Unterdruck verloren geht, kann die Membran im Vergaser nicht arbeiten. Es hatte auch zunächst den Anschein als ob der Motor nach dem Austausch der Dichtung vernünftig läuft, einige Zeit später fing er aber wieder an zu rotzen. Daraufhin hatte ich die Zylinder-Fuß-Dichtung im Verdacht, denn auch dort kann Unterdruck, den der Vergaser zum pumpen braucht, verloren gehen. Deswegen habe ich diese erneuert, und gleichzeitig vorsorglich die Kopfdichtung. Diese ist eh nur ein hauchdünner O-Ring, vermutlich kann man sie sowieso keine zweimal nutzen.
      Was ich noch versucht habe, ist eine zweite Öffnung in das Ansauggehäuse vom Luftfilter zu bohren. Die Ansaugbohrung ist in meinen Augen sehr klein, und außerdem zeigt die Öffnung in Richtung Zylinder. Es könnte (Betonung liegt auf könnte) sein, dass sich je nach Luftstrom, spontan vor der Öffnung ein Unterdruck bildet, und der Motor nicht genügend Frischluft bekommt. Danach habe ich nur einen Probelauf gemacht, und die Kiste hat tadellos funktioniert. Ich habe die Zusatzöffnung mit einem 30mm Kreisschneider nach außen ins Gehäuse gemacht. Dem Luftfilter, der in dem Gehäuse liegt, ist es egal von wo die Luft kommt, Hauptsache es kommt welche. Den einzigen Vorteil, den ich in der Öffnung nach innen gerichtet sehe, ist (eventuell) vorgewärmte Ansaugluft. Das könnte einer Vergaservereisung entgegenwirken.
      Du siehst, ich habe mir schon allerhand Gedanken gemacht. Was mir besonders zu schaffen macht, ist, dass der Motor diese Störung nicht immer hat. Man kann sich nie sicher sein, ob man den Fehler gefunden hat, oder ob er bei nächster Gelegenheit wieder auftritt.
      Gut.
      Schon mal danke für die Tips. Falls die Kiste weiter rumzickt, und die neue Luftöffnung nicht hilft, habe ich nun weitere Anhaltspunkte.
      Bis dahin.
      K.-P.
    • Hi,
      die Kerze sah eigentlich immer gut aus. Schön rehbraun. Trotzdem habe ich sie durch eine Iridium Zündkerze ersetzt. Danach hatte ich den Eindruck "ha, das war´s", bis die Kiste wenig später wieder anfing zu spinnen. Gleich danach wieder eine neue (arschteure) Iridium rein, Satz mit x, war wohl nix.
      Das waren meine ersten Versuche. Bis ich dann auf die Idee kam, dass eventuell irgendwo Unterdruck verloren geht, der die Membran im Vergaser ansteuert. Deswegen die neuen Dichtungen usw. Hat auch immer alles funktioniert, und jedes mal hatte ich den Eindruck, den Fehler endlich gefunden zu haben. Ein paar Starts später tauchte er dann sporadisch wieder auf.
      Ich mache mir Hoffnung mit der zweiten Öffnung im Luftfiltergehäuse. Das Ansaugloch ist erbärmlich klein, es könnte dadran liegen. Leider wird das Ansauggeräusch etwas lauter, denn letzten Endes dient das Gehäuse lediglich dem Schallschutz. Das ist mir vorerst aber mal egal, wenn es daran liegt, dann findet sich bestimmt eine Lösung.
      Danke schon mal, bin für alle Tips offen.
      Gruß
      K.-P.
    • mal Blöd gesagt: am Motor ist nicht viel dran du Brauchst Benzin, Luft und nen Funken.
      Wenn dein Luftfilter frei ist und da auch alles Dicht ist sehe ich kein Problem. Unsicherheitsfaktor ist nur noch Falschluft, wie gesagt, das kann man testen.

      Beim Funken ist es wichtig das dieser regelmäßig und stark genug kommt ==> schraube mal die kerze raus und steck die in den Kerzenstecker rein. Halte nun die Kerze so, das der Kontakt unten Metall berührt. nun starte den Motor und du musst den Funken sehen und zwar regelmäßig. Ist das gegeben würde ich auch da einen Haken dran machen

      Bleibt nur noch Benzin hier würde ich einfach mal vorsorglich den kompletten Benzinschlauch inkl. aller Filter tauschen und die Pumpe prüfen, Vergaser zerlegen und reinigen, Dichtungen tauschen und die Entlüftung checken und erneuern (bei mir ist das ein langer Schlauch der aus dem Tank heraus kommt) sofern vorhanden. Dann alles wieder dran schrauben

      Sollte das nicht helfen und hier jemand anderes keine Idee haben die man auch als "Hobbyschrauber" umsetzen kann, würde ich ihn einschicken. Dann kannst du aber zumindest auch Angaben dazu machen, was du bereits gecheckt hast und dinge wie Vergaser neu Abdichten bleiben aus
    • Hallo Legaia,

      es stimmt zwar dass an diesen Motoren nicht viel dran ist. Dennoch kann ein Fehler auch hier tausend Ursachen haben.

      Zweitakter können rechte Mimosen sein.
      hast du schon mal das Prallblech überprüft??

      Ganz wichtig ! Im Auspuff selbst ist innen ein Prallblech eingenietet. Die Nieten kannst du von aussen sehen. das fällt beim Top 80 angeblich hin und wieder ab. Dann ist die Leistung im Keller weil die Resonanz nicht mehr stimmt.

      Johann
    • Top 80.PNG
      So wie es da liegt war es im am beginn des Perforierten Endtopfrohr ca. 15 cm drinnen. Habe es mit einem Rohr das genau passt durchgestoßen dann rausgeschüttelt. Brauchst ja nur mit Taschenlampe reinschauen. Hatte nur mehr einen Durchgang von ca. 7 mm. Habe auch vorher Vergaser usw. zerlegt. Habe mich dann geärgert.
    • Ja ja, danke für die vielen Ratschläge. So´n bisschen Ahnung habe ich auch von Zweitackter. Modellflug, früher Kreidler, Yamaha 350 RD, Kettensäge...... alles schon bis auf die letzte Schraube zerlegt, und wieder zum laufen gebracht. Aber dieserTOP80 ist zäh wie sonst was. Walbro´s sitzen zu 10.000den auf Kettensägen und sonstwo. Sie sind zäh und zuverlässig, und wenn ich sehe was die Teile im Wals alles fressen, dann kann mir keiner erzählen, dass man sie mit weissen Handschuhen anfassen muss. Ich habe eine Kettensäge die gut und gerne 20 Jahre und mehr auf dem Buckel hat, und selbst wenn sie 2 oder 3 unbenutzt in der Ecke steht, funktioniert sie nach mehrmaligen kräftigem Zug am Seil immer wieder.
      Dumm ist auch, dass die Kiste nicht immer die Macke zeigt. Vielleicht bei 40% der Einsätze.
      Egal, ich suche weiter, und danke für jeden Tip.
      Wenn es nicht an der engen Zuluft lieget, werde ich als nächste Aktion den Vergaser mit neuen Dichtungen bestücken, die liegen schon bereit.
      Zum einschicken kann ich nur sagen, es ist en Fly-Produkts aus Italien. Angeblich spricht eine Mitarbeiterin Deutsch, die habe ich bis heute aber noch nie ans Telefon bekommen (Geist?). Auf der Messe war auch kein deutschsprachiger Mitarbeiter. Es dürft schon schwierig genug sein, das Teil nach Italien und zurück zu bekommen, von der Beschreibung des Fehlers sind wir dann noch Meilen weit entfernt.
      Gut.
      Vielleicht habe ich ja Glück, und die Kiste fällt irgendwann komplett aus. Dann ist der Fehler meist schnell gefunden. Aber diese geht -geht nicht - Aktionen sind schwer zu lokalisieren. Man kann im Grunde nur raten, und immer EINE Sache ausprobieren.
      Bis dahin.
      Gruß
      Klaus-Peter
    • Meinst du mit „rotzt und stottert“ das der Motor zu fett läuft?

      Ich könnte mir vorstellen das die Nadel im Vergaser etwas hakt und ab und an nicht korrekt in ihrem Sitz sitzt.

      Ist die Choke-Klappe geöffnet?

      Einlass-Membran ok? (Risse, lose Schrauben)

      Nebenluft über die KW-Simmeringe?
    • Chriskir schrieb:

      .........
      Ich könnte mir vorstellen das die Nadel im Vergaser etwas hakt und ab und an nicht korrekt in ihrem Sitz sitzt.

      .........
      ??????????????????

      Fallstromvergaser mit Drosselklappe. ( Venturirohr) Kein Gleichdruckvergaser. Wo , welche Nadel soll da haken???

      Johann
    • Nein, der Motor läuft eher, als ob er zu mager steht. Er möchte gerne drehen, aber immer wenn man denkt, dass er jetzt über den Berg ist, fällt die Drehzahl ab, als ob man ihm den Benzinschlauch zudrücken würde. Er geht aber nicht ganz aus, sondern rappelt sich wieder hoch, und das Spielchen beginnt von neuem. Bis auf einmal, dann ist er über den Berg (kann aber dauern!) und er läuft tadellos.
      Ist natürlich ein blödes Gefühl, mit so etwas in die Luft zu gehen, zumal er diese Macke nicht immer hat.
      Der WG8 hat nur eine Einstell-Nadel, die "Standgasnadel" ist nur ein Anschlag für den Gashebel. Natürlich geht der Choke voll auf, die Drosselklappe öffnet auch 100%. Was mir schon aufgefallen ist: Wenn er die Macken hat, und ich nur c.4/5 Gas gebe, läuft er einwandfrei durch. Aber wer hat beim Startlauf schon so viel Gefühl? Man drückt natürlich voll auf den Pinn.
      Welche Nadel meinst du?
      Die Membrane sind augenscheinlich alle in Ordnung, neue liegen bereit, die kleine Nadel im Vergaser liegt auch neu bereit. Wird bei der nächsten Versuchsaktion getauscht. Ich ändere lieber immer nur eine Sache, sonst weiß man, falls er/sie/es funktioniert nachher nicht, was die wirkliche Ursache ist.
      Mit der Nebenluft ist eine gute Idee, darauf bin ich noch nicht gekommen. Die Reparatur ist allerdings sehr aufwändig - aber als letztes Mittel sicher nicht von der Hand zu weisen.
      Danke.
      Gruß
      K.-P.
    • Vergessen.
      Den Spritschlauch und die Zuluft habe ich eben zum x-ten mal kontrolliert. Die Zuluft ist "etwas" seltsam gelöst. Der Schlauch geht mit seinem offenen Ende in eine Bohrung im Rahmen. Das macht sicherlich Sinn, was Schmutz angeht, denn die Öffnung liegt innerhalb des Rohres. Aber wo die Luft so wirklich herkommen soll, das weiß kein Mensch. Denn so wirklich hat das Rohr keine weitere Öffnung, und das Loch für den Schlauch ist passgenau im Durchmesser. Sollte es aber daran liegen, müsste der Motor eher nach einer gewissen Laufzeit anfangen zu rotzen, denn zu Anfang ist noch reichlich Luft im Tank. Unterdruck würde erst mit sinkendem Benzinlevel entstehen.
      Also scheidet das auch aus, wenigstens bei logischen Nachdenken.
      Jo. Viel Wind um 80ccm
      Gruß
      K.-P.
    • Ach so die Membrannadel. Oder bei den alten Viertaktvergasern heißt sie Schwimmernadel. Die sollte eigentlich immer funktionieren. Oder wenn sie haken würde wär er eher zu Fett, oder???

      Der Ansaugschlauch! Ist der mit irgend einem Metallstück gesichert? Ich meine so dass er sich nicht am Tank festsaugen kann.

      Das gab es mal bei den Benzinviertaktern die hatten genau das Symptom. Bis dreiviertel Drehzahl gingen sie und wenn du Vollast abverlangt hast wurde der Saugdruck so groß dass sich das Sieb vor der Benzinpumpe am Tankboden festsaugte und der Kraftstoff kam nicht mehr durch.

      Aber guck mal erst den Auspuff , hört sich gut an.

      Johann
    • Hallo Johann,
      danke für die bebilderten Tips.
      An der Schraube haben ganze Heerscharen von Möchtegernexperten rumgedreht. Hat mich viel Zeit gekostet, bis ich die Grundeinstellung wusste :) Die wusste nämlich keiner, und aus Italien war leider keine Hilfe zu erwarten.
      O.k. nun zu deiner Frage.
      Die Schraubenstellung habe ich, nachdem die Grundeinstellung bekannt war, mit (ungefähr) 1/8 Umdrehungenschritten in die eine, wie auch in die andere Richtung gedreht. Klar, irgendwann magert das Gemisch ab, das habe ich aber nicht übertrieben, denn dann droht ein Kolbenfresser wegen zu magerem Gemisch. Nach oben hin muss man lange drehen, bis das Gemisch zu fett wird. Aus dem Gedächtnis raus sage ich mal, 3/4 Umdrehungen, dann wird es muckelig.
      Die Membrannadel habe ich da liegen, mochte sie noch nicht wechseln, denn man muss das Blech, welches sie hält, eventuell etwas einstellen/verbiegen. Es muss beim WG8 genau bündig mit dem Gehäuse sein, bei anderen Vergasertypen ist es eventuell 1 Zehntel nach innen oder außen. Auch das musste ich mir erst erfragen (gehe mal einen suchen, der das verbindlich weiß), deswegen habe ich sie noch nicht gewechselt. Wenn man den Vergaser ständig auseinander nimmt, wird er bestimmt nicht besser/dichter.
      Der Ansaugschlauch hat ein Pendel, das gleichzeitig Sieb ist. Es saugt ringsum an, und ist so kurz, dass es sich nicht auf dem Boden/der Seitenwand festsaugen kann. Geht alleine von der Bauart nicht, da es ringsum Durchlass hat. So ne Art feiner perforierter Keramikwürfel. Außerdem wäre das immer, und nicht nur bis die Kiste sich überlegt hat endlich Vollgas anzunehmen.
      Du siehst, ich mache mir Gedanken.
      Was steckt hinter der Frage mit der 1/2 Umdrehung? Das hast du bestimmt nicht umsonst gefragt. Oder??
      Gruß
      K.-P.